Pünktlich mit dem Verstummen der Kirchenglocken kurz nach 20.00 Uhr verwandelte sich die Kirche Unterseen in einen klanglichen Festsaal. Im majestätischen Kirchenschiff, welches wunderbar geschmückt war, waren die Bänke bis auf den letzten Platz gefüllt und Ilya Jenni konnte den Abend mit «Sympatria» einläuten. Der Konzertmarsch entfaltete sich wie ein musikalisches Feuerwerk und liess die Kirche das erste Mal beben. Die kraftvollen Rhythmen und melodiösen Bögen schienen die alten Mauern zum Klingen zu bringen – ein Auftakt, der die Zuhörer sofort in seinen Bann zog.

Teekonzert

Mit «Pilatus: Mountain of Dragons» entführten wir das Publikum auf einen abenteuerlichen Aufstieg zum nebelverhangenen Gipfel und legten uns mit dem Drachen an. Das Orchester malte mit seinen Instrumenten farbenprächtige Bilder, die die mystische Aura des Pilatus greifbar machten. Jeder Klang schien die Luft in der Kirche förmlich zum Flirren zu bringen. Das Stück war unser Selbstwahlstück an den diesjährigen kantonalen Musiktagen in Herzogenbuchsee und wir nahmen diese Erinnerung gerne noch mit bis ans Winterkonzert. An Volumen hat es auf jeden Fall in der Kirche nicht gefehlt 😉

Das nächste Werk wurde von Dominic Roth mit uns einstudiert. Mit «Hymn To Freedom» hielt ein Moment tiefster Besinnlichkeit Einzug und verzauberte das Publikum mit seiner sinnlichen und strahlenden Melodie.

Ein leuchtender Stern des Abends war das Klarinettensolo von Jenni Alexander in «La Califfa». Seine Töne glitten durch das Kirchenschiff wie sanfte Atemzüge und erfüllten den Raum mit einer warmen, melancholischen Atmosphäre. Für das Solo können wir Alexander nur in «den höchsten Tönen» loben, den die hat er getroffen!

Schliesslich kamen wir zu unserem Highlight des Abends: «Life in the capital city». Ein Stück mit drei Sätzen. Bis wir aber loslegen konnten, musste sich das Perkussionsregister etwas aufwändiger einrichten. Das war die Gelegenheit für unseren Dirigenten Bruno Aemmer, unser ganzes Orchester Register für Register vorzustellen, immerhin 12 an der Zahl mit insgesamt 67 Personen! Als die alle durch waren, war auch das Perkussionsregister ready.

Bei «Five Corners» fühlte man sich direkt auf die Kreuzung in Helsinki katapultiert! Schnell und laut ist dieser erste Satz und man konnte die Hektik auf der Kreuzung fühlen, sowohl Publikum als auch wir… immerhin gab es hier 52 Taktwechsel in 202 Takten!

«Silent Park» beschreibt die Trauer und den Schmerz nach dem Tod eines jungen Mädchens. Am nächsten Tag war der Park mit Menschen, Kerzen, Blumen und Stille gefüllt. Das Duett von Vibraphon und Glockenspiel zu Beginn stellten diese emotionale Szene eindrücklich dar, während nach und nach weitere Instrumente im Orchester dazukamen und am Schluss wieder mit Vibraphon und Glockenspiel ausklang.

Zum Abschluss des Stückes besuchten wir mit «Song of the old shipyard» eine alte Werf. Wilde Taktwechsel und aufwirbelnde Melodien, die das geschäftige Treiben einer Werft voller Hektik und Bewegung widerspiegelten, erinnerten an die alten Tage der Werft. Hektisch wurde es auch hier zweitweise bei uns…

Zum Abschluss erklang «The Holly And The Ivy». In festlichem Glanz und voller Weihnachtszauber brachte dieses Stück die Herzen zum Leuchten und die Hände zum klatschen. So durften wir noch «Halleluja» als Zugabe spielen und entliessen unser Publikum mit «Stille Nacht, heilige Nacht» schliesslich nach draussen in die Kälte, wo aber noch ein heisser Glühwein oder Punsch wartete. So konnten wir gemütlich auf dem Stadthausplatz noch gemeinsam auf das gelungene Konzert anstossen und uns eine schöne Weihnachtszeit wünschen.

Alé Aemmer, Perkussion und Marketing

 

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