Schön, dass so viele Zuhörerinnen und Zuhörer aller Altersgruppen der Einladung zu Musik, Tee, Kaffee und Kuchen gefolgt sind. Vermutlich haben auch kühlere Temperaturen und Regen an diesem Sonntag dafür gesorgt, dass die Aussenaktivität oder der nachmittägliche Spaziergang kürzer gehalten und dafür viele den Weg ins Kirchgemeindehaus Matten gefunden haben. Ein abwechslungsreicher Nachmittag war garantiert – auch für die Kinder!
Der Musikverein Interlaken Unterseen präsentierte ein bunt durchmischtes Programm, dirigiert durch den Dirigenten Bruno Aemmer und die beiden Vizedirigenten Ilja Jenni und Dominic Roth. Bruno Aemmer führte uns mit Zusatzinformationen gekonnt an die Stücke heran - von Marschmusik bis hin zu Swing war für jeden Geschmack etwas dabei. Lionel Widmer sorgte zudem mit Charme, Glücksrad und Wunderlampe für noch mehr Unterhaltung und den einen oder anderen Lacher.
Eröffnet wurde das Konzert mit dem Marsch Sympatria von Thomas Asanger, der harmonische Passagen und einfühlsame Melodien präsentierte. Auf musikalische Weise wurde thematisiert, dass Heimat weniger eine Frage der räumlichen Herkunft, sondern viel mehr der sozialen Zugehörigkeit ist: Heimat ist dort, wo wir uns wohlfühlen.

Das restliche Programm wurde durch die Zuhörerinnen und Zuhörer bestimmt respektive ausgelost. Es folgte Marignan von Jean Daetwyler, ein kraftvoller Marsch, der mit seinen feierlichen und dynamischen Klängen das Publikum sofort mitriss. Ganz im Gegensatz dazu stand das Aladdin Medley von Hiroki Takanashi, das mit seinen exotischen und zauberhaften Melodien den Zauber des Orients einfing und eine ganz andere Atmosphäre schuf. Dank der Wunderlampe gewann der MVIU ein zusätzliches Passivmitglied. Wir wünschen viel Freude beim Lesen Ihrer ersten Vereinsnachrichten!
Life in the Capital City von Timo Forsström zeigte die Vielfalt des Stadtlebens auf. Im ersten Satz konnte man lebendig und fröhlich die pulsierende Energie und das moderne Flair der Großstadt Helsinki hören. Der zweite Satz berichtete mit einer ruhigen, aber dennoch markanten Melodie, von Trauer und Schmerz nach dem Tod eines jungen Mädchens in einer Kleinstadt in Südfinnland. Vibraphon und Glockenspiel sorgten dabei für eindrückliche Stille.
That’s a Plenty von John Wasson brachte frischen Wind in das Konzert: Ein fröhlicher und swingender Klassiker, der das Publikum mit seiner lockeren Leichtigkeit und Energie begeisterte. Überzeugt haben die Solisten Melanie Michel und Markus Inäbnit auf der Trompete sowie Michael Hebeisen, Nicola Blaser und Carola Michel an Posaune, Bass und Waldhorn.
Auch Power of Music von Christoph Walter ließ das Publikum nicht unberührt. Es war ein mitreißendes Stück, das die Bedeutung der Musik als verbindendes Element in der Gesellschaft hervorhebte.
Dann gewann eine Zuhörerin den Hauptpreis: Das Dirigieren des Marsches Gruss an Bern von Carl Friedemann. Sie gab den Preis gerne an einen Freiwilligen weiter: Matthias, vielen Dank für deinen Gastauftritt und vielleicht bis bald mal wieder!
Lakeside Festival von Mario Bürki versprühte Lebensfreude und Feststimmung. Zum Abschluss wurde mit Geb Inf Rgt 18 von Hieronimus Lochmatter ein letzter Marsch gespielt, der die militärische Tradition und Disziplin widerspiegelte, aber auch Raum für musikalische Eleganz und Dynamik ließ.
Während den musikalischen Darbietungen konnten sich alle Besucherinnen und Besucher an einer vielseitigen Kuchenauswahl erfreuen. Ein rundum gelungener Nachmittag!
Herzlichen Dank an die musikalische Vize-/Direktion, die mit dem Orchester streng an den ungewöhnlich swingigen Rhythmen gefeilt haben, an Lionel Widmer und Bruno Aemmer für die Moderation, an Erika Graf für die frühlingshafte Dekoration des Saals und an alle, die zum guten Gelingen des Anlasses beigetragen haben. Ein grosses MERCI auch an die Reformierte Kirchgemeinde Gsteig-Interlaken für die Nutzung der Räumlichkeiten.
Yasmina Schüpbach, Querflöte